Die aktuelle Diskussion über die Zukunft der Springer Innenstadt zeigt aus Sicht des Bürgermeisterkandidaten Brian Baatzsch vor allem eines: Das Thema bewegt die Menschen in unserer Stadt und das aus gutem Grund. „Ich begrüße ausdrücklich, dass die Entwicklung unserer Innenstadt intensiv diskutiert wird. Denn genau über diese Fragen spreche ich seit vielen Jahren mit Bürgerinnen und Bürgern, Gewerbetreibenden, Vereinen, Eigentümern sowie Akteuren aus Verwaltung und Politik. Die Zukunft unserer Innenstadt ist kein kurzfristiges Wahlkampfthema, sondern seit langem eines der wichtigsten Zukunftsthemen unserer Kernstadt“, erklärt Brian Baatzsch.

Die Beiträge seiner Mitbewerber Ingo Koschenz und Antje Retzlaff enthielten dabei wichtige Impulse. „Herr Koschenz weist zu Recht darauf hin, dass in unserer Innenstadt Angebote des täglichen Bedarfs fehlen und kurze Wege insbesondere für ältere Menschen wichtig sind. Ebenso richtig ist der Hinweis von Frau Retzlaff, dass Innenstädte heute weit mehr sein müssen als reine Einkaufsorte und die Aufenthaltsqualität eine immer größere Rolle spielt.“ Aus Sicht von Baatzsch greifen die Ansätze jedoch zu kurz, da sie auf einzelne Maßnahmen reduziert sind. „Die Innenstadt der Zukunft ist weder nur Einkaufsort noch Aufenthaltsraum. Sie ist das gesellschaftliche, wirtschaftliche, kulturelle und soziale Zentrum unserer Stadt. Wir dürfen nicht versuchen, die Innenstadt von gestern zu bewahren. Wir müssen die Innenstadt von 2035 gestalten.“ Für Brian Baatzsch braucht es dafür eine ganzheitliche Strategie, bei der die verschiedenen Bausteine der Innenstadtentwicklung sinnvoll zusammengedacht werden.

Dienstleistungen, Verwaltung und öffentliche Einrichtungen stärken

„Menschen kommen nicht nur zum Einkaufen in die Innenstadt. Sie kommen wegen Dienstleistungen, Kultur, Begegnung und Verwaltung.“ Deshalb müsse auch die zukünftige Entwicklung des Rathauses, des ehemaligen Sparkassenhochhauses und der Stadtbibliothek Teil einer gemeinsamen Innenstadtstrategie sein. Diese Einrichtungen seien wichtige Frequenzbringer und identitätsstiftende Orte.

Wohnen und Leben in der Innenstadt fördern

„Eine lebendige Innenstadt funktioniert langfristig nur, wenn dort auch Menschen leben.“ Leerstände und ungenutzte Gebäude böten Chancen für neuen Wohnraum und generationengerechte Wohnformen. „Eine Innenstadt lebt nicht allein von Veranstaltungen oder vom Einkauf am Samstag. Sie lebt vor allem von den Menschen, die dort ihren Alltag verbringen.“

Nahversorgung neu denken

Auch die Frage nach einem Lebensmittelangebot müsse sachlich betrachtet werden. „Wir sollten prüfen, ob ein City-Supermarkt wirtschaftlich tragfähig sein kann. Gleichzeitig müssen wir offen für neue Nahversorgungskonzepte sein, etwa genossenschaftliche Modelle oder innovative Mischformen. Entscheidend ist nicht, wie wir den Einzelhandel von gestern zurückholen, sondern wie Nahversorgung morgen funktionieren kann.“

Aufenthaltsqualität verbessern

„Mehr Grün, Schatten, attraktive Plätze und gute Aufenthaltsmöglichkeiten für alle Generationen gehören zu einer modernen Innenstadt.“ Deshalb begrüßt Baatzsch ausdrücklich die Überlegungen des Ortsrates zur Neugestaltung des Marktplatzes. Hier biete sich die Chance, einen Ort zu schaffen, der die Innenstadt dauerhaft aufwerte.

Für Baatzsch gehört zu einer modernen Stadtentwicklung außerdem eine frühzeitige und ernst gemeinte Bürgerbeteiligung. „Gerade bei der Weiterentwicklung unserer Innenstadt müssen die Menschen frühzeitig eingebunden werden. Die besten Lösungen entstehen dort, wo Politik, Verwaltung, Bürgerschaft, Handel, Eigentümer und Vereine gemeinsam an einem Strang ziehen. Bürgerbeteiligung sollte kein einmaliges Projekt sein, sondern ein selbstverständlicher Bestandteil einer modernen und bürgernahen Verwaltung. Dafür trete ich an.“

Auch eine enge Zusammenarbeit mit Land, Region und weiteren Partnern sei für eine erfolgreiche Innenstadtentwicklung unverzichtbar. „Viele Projekte lassen sich aufgrund der angespannten Haushaltslage nur mit Fördermitteln und starken Partnerschaften realisieren. Ich habe mir in den vergangenen Jahren ein breites Netzwerk aus Akteuren in Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Stadtentwicklung aufgebaut, sowohl in Springe als auch weit darüber hinaus. Dieses Netzwerk möchte ich nutzen, um Impulse aufzugreifen, Fördermöglichkeiten zu erschließen und gemeinsam konkrete Projekte für unsere Innenstadt voranzubringen.“

Abschließend betont Baatzsch: „Die Zukunft unserer Innenstadt entscheidet sich nicht an einer einzelnen Maßnahme. Sie entscheidet sich daran, ob wir bereit sind, Wohnen, Versorgung, Dienstleistungen, Aufenthaltsqualität, Kultur, Klima und Stadtentwicklung gemeinsam zu denken. Wenn uns das gelingt, gestalten wir die Innenstadt von morgen und schaffen einen lebendigen Mittelpunkt für unsere Stadt.“